Wenn Amtspersonen für Politik, Geschäfts- und Privatleben ein und dasselbe Gerät verwenden, stellt das ein Sicherheitsrisiko dar. Um sich vor Hackerangriffen zu schützen, braucht es neben einer sicheren Infrastruktur vor allem auch ein erhöhtes Bewusstsein für Cyber-Risiken.

Für Politikerinnen und Politiker ist die Präsenz auf Sozialen Medien quasi eine Notwendigkeit: LinkedIn, Facebook, Twitter und Co. ermöglichen es ihnen, mit Wählern in Dialog zu treten. Wie ein Fall aus Deutschland zeigt, sind aber genau diese Accounts besonders anfällig: Ein Hacker verschaffte sich letzten Dezember Zugang zu privaten Daten von fast 1‘000 Prominenten und Politikern. Als Einfallstor dienten unter anderem gehackte Social-Media-Konten. Das Beispiel zeigt, wie schnell gerade Amtspersonen zur Zielscheibe von Cyber-Attacken werden.

Gerade die Politikerinnen und Politiker in der Schweiz sind durch das einzigartige politische Milizsystem besonders exponiert: Sie alle sind Amts-, Privat- und Geschäftspersonen in einem. Wer ständig zwischen Amtsstube, Büro und Zuhause hin und her pendelt, nutzt aus Bequemlichkeit oft nur einen Laptop beziehungsweise nur ein Smartphone – folglich sind auch Daten aus allen drei Sphären auf dem gleichen Gerät gespeichert.

Private Laptops von Amtspersonen als hohes Sicherheitsrisiko

Eine Studie der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zur IT-Sicherheit im Parlament hat zudem gezeigt, dass nur zwei Drittel der Parlamentarierinnen und Parlamentarier vom Angebot Gebrauch machen, ihre offiziellen Laptops «härten» zu lassen; ein Drittel der Geräte ist also nicht optimal vor unerlaubtem Zugriff geschützt. Private Laptops oder Smartphones, die während Sitzungen eingesetzt werden, sind ein weiteres Sicherheitsrisiko: Ungesichert kann das Cyber-Kriminellen ermöglichen, unerlaubt Zugriff auf amtsvertrauliche oder -klassifizierte Dokumente zu erhalten oder sogar die privaten Laptops und Smartphones als Einfallstor zum Behördennetz zu missbrauchen.

Zwei Aspekte sind zentral: Sensibilisierung und sichere Infrastruktur

Damit Amtspersonen vor Cyber-Attacken geschützt sind, sind zwei Aspekte zentral: Zum einen müssen Behördenmitglieder – vom Gemeinderat bis zur Ständerätin – vermehrt auf Sicherheitsaspekte im Umgang mit Informatikmitteln sensibilisiert werden. Zum anderen sollten die damit beauftragten IT-Organisationen bei Bund, Kantonen und Gemeinden eine sichere und dennoch einfache, benutzerfreundliche IT-Infrastruktur für Amtsträgerinnen und -träger zur Verfügung stellen können; eine Infrastruktur, welche die Zusammenführung aller Daten auf einem Gerät und damit ein effizientes und sicheres Arbeiten in verschiedenen Gremien erlaubt, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen.

Damit das politische Milizsystem nicht zu einem Sicherheitsrisiko wird, braucht es innovative und sichere Lösungen. Wie ein solcher Lösungsansatz aussehen kann, lesen Sie im kostenlosen Whitepaper «Datensicherheit für verschiedene Rollen – durch virtuell abgegrenzte Informationsräume».

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